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Auf dem Weg zur musikalischen Schule…

 

Abschiedsfeier der Viertklässler Juli 2013

 

In den weiterführenden Schulen ist die Schwerpunktsetzung und Ausbildung eines schuleigenen Profils längst keine Seltenheit mehr – sei es naturwissenschaftlicher, sprachlicher, sportlicher oder musisch-ästhetischer Art.

Mittlerweile und sicherlich auch begünstigt durch die zunehmende Eigenverantwortlichkeit von Grundschulen und Aufhebung der Schulbezirksgrenzen, wodurch natürlich auch eine Wettbewerbssituation geschaffen wird, ist dieser Gedanke auch in vielen Grundschulen angekommen.

Im Zuge dessen und im Hinblick auf das vorhandene Potential seitens des Kollegiums / der Mitarbeiter der St. Georg-Schule reifte im Schuljahr 2012/13 die Idee und der Wunsch, sich für die Teilnahme an einer längerfristigen musikalischen Fortbildung mit dem Ziel der musikalischen Profilbildung zu bewerben.

Ab dem Schuljahr 2013/14 werden sich nun zwei Kolleginnen zu Musikkoordinatorinnen ausbilden lassen und die Inhalte an das Kollegium / die Mitarbeiter der OGS weiter geben.

Musik soll zum natürlichen und selbstverständlichen Begleiter des Schulalltags werden und nicht auf den reinen Fachunterricht oder spezielle AGs beschränkt bleiben. Viele Lerninhalte – auch anderer Fächer – können mittels Musik / Rhythmik / Bewegung kindgerechter und interessanter vermittelt werden. Dies ist nur ein Aspekt von vielen, die für eine musisch-ästhetische Erziehung sprechen.

Bewusste Förderung der musisch-ästhetischen Bildung bewirkt eine Stärkung der allgemeinen Sensibilität und Emotionalität – Eigenschaften, die in unserer Gesellschaft immer mehr zu verrohen drohen. Das Wahrnehmen und Zulassen von Gefühlen und Stimmungen gilt spätestens ab dem Teenageralter als uncool und nicht zeitgemäß – vielfach beginnt diese Entwicklung jedoch schon im Grundschulalter, da Kinder es vorgelebt bekommen und als richtig annehmen.

Gerade Kleinkinder und junge Kinder im Kindergartenalter oder in den ersten Grundschuljahren reagieren häufig noch ganz spontan und natürlich auf Klänge, Rhythmen bzw. auf musisch-ästhetische Eindrücke jeglicher Art. Manche Kinder bewegen sich ohne Scheu zur Musik und verleihen somit ihrem Empfinden, ihrer Stimmung Ausdruck. Diese natürliche Gestaltungs- und Ausdrucksfähigkeit gilt es aufzugreifen und weiter zu entwickeln, bevor sie einem entwicklungsbedingtem Schamgefühl zum Opfer fällt und das Kind womöglich nie oder nur rudimentär solche Erfahrungen machen konnte.

Dem häufig bei Kindern zu beobachtenden Bewegungsdrang in Verbindung mit Musik kommt die Stimme sehr entgegen. Sie fördert Bewegungsimpulse und trägt dazu bei, die natürliche Einheit zwischen Stimme und Motorik wiederherzustellen. Insofern liegt in der Stimme ein enormes Potential verborgen, das leider viel zu oft verkümmert und aufgrund diverser hemmender Einflüsse nicht zur vollen Entfaltung kommt. Dabei handelt es sich hier wohl um das vielseitigste Instrument, das dem Menschen jederzeit zur Verfügung steht. Es bietet eine Vielzahl an vokalen Klangmöglichkeiten und -farben, die es zu entdecken und zu kultivieren gilt.

Einen weiteren Schwerpunkt in der musikalischen Ausbildung stellt das eigene Musizieren mit dem Orff-Instrumentarium dar. Instrumente haben einen enormen Aufforderungscharakter, dem sich Kinder nur schwer entziehen können. Gerade Kinder, denen es schwer fällt, einen Zugang zu ihrer eigenen Stimme zu finden, können sich über ein Medium (Instrument) ausdrücken und musikalisch betätigen. Diese Form des Musizierens ist zumeist mit weniger Angst und Scheu verbunden und ermöglicht ebenfalls, ein Gespür für Töne, Klänge, Rhythmen etc. zu entwickeln.

So soll auf vielfältige Art und Weise und je nach Neigung allen Kindern der St. Georg-Schule eine möglichst intensive musisch-ästhetische Ausbildung zuteil werden.

 

Verabschiedung der Viertklässler 2013        

 

 

 

 

 

 

Stuhltanz mit der Lehrerin Frau Werneke

Stuhltanz in der Aula 

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